Doc Ramadani’s Energiebrief

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Beiträge im Monat Januar, 2010

Podcast 012: Körperpsychotherapie – Erfahrungen für die Psyche – Doc Ramadanis Podcast Nr. 12

Podcast Nr. 12: Körperpsychotherapie - im Gespräch mit der Körperpsychotherapeutin Amrita Seyfried-Thraen aus Ulm

Podcast Nr. 12: Körperpsychotherapie - im Gespräch mit der Körperpsychotherapeutin Amrita Seyfried-Thraen aus Ulm

Während der Schwangerschaft und der ersten Zeit unseres Lebens, machen wir Menschen wichtige Erfahrungen für unsere psychische Entwicklung. Gerade die ersten Lebenswochen und -monate sind äußerst wichtig, um grundlegende Erfahrungen für unser Menschensein zu machen. Wenn wir diese Erfahrungen nicht machen können, kann es uns passieren, dass wir uns in manchen Lebenssituationen nicht zurecht finden können.

In Podcast Nr. 12 spreche ich mit der Körperpsychotherapeutin (Ingrid) Amrita Seyfried-Thraen über ihre Arbeit. Körperpsychotherapie hat eine lange Tradition und Amrita Seyfried-Thraen wurde von Gerda Boyesen ausgebildet, die direkte Schülerin von Wilhelm Reich, einem der wohl einflussreichsten Schüler Sigmund Freuds, war. Im Gespräch berichtet Amrita über ihre Arbeit und die psychotherapeutischen Grundlagen der Körperpsychotherapie. Wo überschneidet sich die Körperpsychotherapie mit anderen psychotherapeutischen Schulen und wo gibt es deutliche Unterschiede? – Bei welchen Fragestellungen kann es hilfreich sein, körperpsychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen? Antworten auf diese Fragen findet Ihr in Doc Ramadanis Podcast Nr. 12.

Hier kann man den Podcast direkt aufrufen:

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:

Podcast 012: Körperpsychotherapie – Erfahrungen für die Psyche - (bereits 126 mal heruntergeladen)

Wer sich direkt an die Ulmer Körperpsychotherapeutin wenden möchte, erreicht Amrita Seyfried-Thraen unter folgenden Koordinaten:

Amrita Seyfried-Thraen
Praxis für körperorientierte Psychotherapie
Römerstr. 25
89077 Ulm
Telefon: 0731 – 31306

Viel Spass beim Erfahrungen machen,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.

PPS.: Nicht wundern – das Gespräch zwischen Amrita und mir haben wir bereits im Dezember 2009 aufgezeichnet. Daher unsere vorweihnachtliche Stimmung. :-)

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Doc Ramadani bittet um Geduld

Liebe Ratsuchenden,

seit meiner Mitwirkung an der Stern TV-Sendung vom 26.01.2010, erreicht mich eine Fülle von eMail-Anfragen. Ich werde alle Anfragen beantworten. Und zugleich bitte ich um ein wenig Nachsicht, dass ich für das Beantworten von Anfragen ein wenig Zeit benötige. Ich werde Ihnen auf jeden Fall schreiben.

Ich danke für das Verständnis,
Dr. Marco Ramadani

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Mein Lehrer hat ein Buch geschrieben – möchtest Du auch erwachsen werden?

Roland Kopp-Wichmann "Frauen wollen erwachsene Männer"

Roland Kopp-Wichmann "Frauen wollen erwachsene Männer"

Jeder Tag ist ein neues Abenteuer in meinem Leben – und jeder Tag bringt mich einen Schritt weiter. Oft mache ich viele Erfahrungen so ganz nebenbei. Sehr oft darf auch von anderen Menschen etwas lernen. Roland Kopp-Wichmann, Coach, Führungskräftetrainer und zugleich einfühlsamer Einzel- und Paartherapeut, gehört zu den Menschen, die ich als Lehrer betrachte. Seit 25 Jahren lässt er nun schon Menschen durch seine Tätigkeit als Seminarleiter an seinem Wissen teilhaben. Seine Seminare, die ich Euch wärmstens ans Herz legen möchte, sind etwas ganz besonders. Roland Kopp-Wichmann versteht es wie wenige ganz individuell auf die Veränderungswünsche der einzelnen Teilnehmer einzugehen. Mittlerweile hat er 2 Bücher veröffentlicht, wobei mir sein erstes Buch “Frauen wollen erwachsene Männer” nochmals vieles klar gemacht hat, was ich von Roland gelernt habe. Warum ich das Buch für so hilfreich halte, und das nicht nur für Männer, könnt Ihr hier lesen:

“Frauen wollen erwachsene Männer” von Roland Kopp-Wichmann

Du bist ein Mann und möchtest mehr über den Typen erfahren, der Dir die ganze Zeit auf der Pelle hockt und selbst dann nicht von Deiner Seite weicht, wenn Du Dich auf das stille Örtchen zurückziehst? – Bist Du eine Frau und möchtest endlich verstehen, warum in Deiner Parterschaft manchmal Dinge passieren (oder in Deiner Ex-Partnerschaft passiert sind), die Du Dir bisher nicht erklären konntest? – Du gehörst zu den Eltern, die einen Sohn aufziehen dürfen? – Wenn ja, dann bist Du bei diesem Buch vollkommen richtig.

“Frauen wollen erwachsene Männer” ist ein Sachbuch – eines der besonderen Art. Weit gefehlt, wer glaubt, Roland Kopp-Wichmann schwinge sich als wissender Experte auf, den Männern endlich zu erklären, was es heisst, ein Mann zu sein. Vielmehr geht es darum, auf sehr einfühlsame Weise, an anderer Stelle auch mit subtilem Humor, aufzuzeigen, wie es zu erklären ist, dass Männer manchmal Opfer ihrer eigenen Strategie “Mann zu sein” werden. Wo stellt man(n) sich selbst ein Bein? Und wo führt das in Beziehungen zu Schwierigkeiten?

Durch viele Tests, Experimente und Übungen kommt man dem Mannsein Schritt für Schritt näher. Ein ums andere Mal kommt einem vielleicht ein innerliches “Oops, ja genau!” über die Lippen. Interessant wird es, wenn man mehr und mehr beginnt, die teilweise wenig zieldienlichen Strategien im Alltag zu erkennen und Alternativen zu entwickeln. Dann macht es richtig Spass, zu erkennen, dass man zunehmend Handlungsspielräume für das eigene Verhalten (aber als Frau auch gegenüber dem männlichen Partner) entwickeln kann. Besonders gut gefällt mir an dem Buch, dass es nicht irgendwie theoretisch und mit erhobenem Zeigefinger daherkommt, sondern den Leser auf teilweise sehr amüsante und einfühlsame Weise auf seine eigene Fährte bringt.

Fazit: Ein Buch, das ich Männer wie Frauen, die mehr über die Themen Mannsein, Erwachsenwerden und Partnerschaft erfahren möchten, wärmstens empfehlen möchte.

Mehr zum Thema

Viele weitere Informationen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung findet man übrigens im Persönlichkeits-Blog von Roland Kopp-Wichmann und neuerdings auch (für alle Social Networker) auf seiner Facebookseite. Alle Informationen über die Persönlichkeitsseminare und das Coaching-Angebot findet Ihr unter www.seminare4you.de.

Viel Spass beim Mannsein,
Doc Ramadani

PS.: Seit Januar diesen Jahres ist übrigens auch das neue Buch von Roland Kopp-Wichmann auf dem Markt, in dem er Tipps und Tricks verrät, wie man sich im Job aus Psychofallen befreit.

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Wenn man nicht genug bekommt

Auf Youtube bin ich wieder mal auf einen dieser tollen Kurzfilme gestossen.

Viel Spass beim Genügsamsein,
Doc Ramadani

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Gelesen: Die Psychologie des Überzeugens – Prof. Robert B. Cialdini

Wie bringen uns manche Menschen dazu, Dinge zu tun, die wir eigentlich gar nicht wollen? – Wie schaffen sie es, in uns dieses Gefühl zu erzeugen, dass wir uns verpflichtet fühlen, etwas zu tun? – Wie lässt es sich erklären, dass Menschen, die durch Unfälle oder Gewalttäter in Not geraten, in großen Menschenmengen eine geringere Chance haben, Hilfe zu bekommen, als Menschen, die in ihrer Umgebung nur einen potentiellen Hilfeleistenden haben? – Wie lässt sich erklären, dass sich selbst blitzgescheite und hochdifferenzierte Menschen so schwer tun, sich dem Sog von skurrilen Sekten zu entziehen, wenn sie erst einmal in deren Fängen sind?

Antworten auf all diese Fragen gibt Prof. Robert B. Cialdini in seinem absolut spannenden, einfach zu lesendem und lehrreichen Buch “Die Psychologie des Überzeugens”. Und … er gibt uns die passenden Abwehrmechanismen mit an die Hand, um sich aus Situationen zu befreien, in denen wir Gefahr laufen, dass uns die völlige Entscheidungsfreiheit über uns Tun zu entgleiten droht. In meiner Sprache würde ich sagen: “Er liefert uns eine Enthypnotisieranleitung aus der Willfährigkeits-Trance”.

Prof. Cialdini ist Sozialpsychologe und hat es in seinem Leben selbst oft genug erlebt, wie er durch die Ausnutzung sozialpsychologischer Prinzipien in seiner Entscheidungsfreiheit eingeengt wurde. Sei es beim Abonnement-Abschluss an der heimischen Haustür oder bei der Besorgung der Weihnachtsgeschenke seiner Kinder. Und er ist all zu oft in die Falle gegangen. Bis er sich aufmachte, die Tricks der Profiverkäufer und -verführer in der freien Wildbahn zu studieren. Er ließ sich als Autoverkäufer schulen, schmuggelte sich in Verkaufsorganisationen ein und betätigte sich sogar als Kellner.

Sehr unterhaltsam und lehrreich bringt Cialdini uns die sozialpsychologischen Prinzipien näher, die hinter den Verkaufs- und Manipulationstricks unserer, auf ihr eigenes Wohlergehen erpichten Mitmenschen stehen. Er erklärt uns auf sehr verständliche Weise die wissenschaftlichen Hintergründe und erklärt uns auch, warum diese Prinzipien so wichtig für unser soziales Zusammenleben sind.

Ein tolles Buch, nachdem einem klar ist,

  • was die Eltern von Romeo und Julia hätten tun können, um den Doppelsuizid der beiden Teenager unwahrscheinlicher zu machen.
  • warum attraktive Straftäter geringere Haftstrafen bekommen.
  • ein NPD-Verbot aus sozialpsychologischer Sicht überhaupt keinen Sinn macht.
  • warum sich teilweise brutalste Aufnahmerituale in Studentenverbindungen, die in den USA teilweise tödlich für Studenten endeten, so hartnäckig halten.
  • warum wir nahezu keinerlei Chance haben, eine Tupperparty mit leeren Händen zu verlassen.

Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, für alle Menschen, die etwas darüber lernen möchten, wie wir Menschen uns teilweise gegenseitig Zugeständnisse abringen und warum das oft okay ist – und wie wir erkennen und was wir tun können, wenn uns jemand zu seinem eigenen Vorteil einen Strick daraus drehen möchte, wenn wir uns treu an die Prinzipien menschlichen Zusammenlebens halten.

Viel Spass beim Zusammenleben,
Doc Ramadani

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Die Kraft des Lächelns

Einst stritten sich die Sonne und der Wind darüber, wer von ihnen am ehesten in der Lage sei, einem Wanderer seinen Mantel auszuziehen. Der Wind meinte, da er stärker sei und mehr Kraft habe, werde es nur ihm gelingen, dem Wanderer seinen Mantel zu nehmen. Er strengte sich an und bließ und bließ und entfachte einen fürchterlichen Sturm. Doch der Wanderer stemmte sich gegen den Wind und hielt seinen Mantel immer fester, und so stark der Wind auch bließ, er war nicht in der Lage, dem Wanderer den Mantel zu entreißen. Nun war die Sonne an der Reihe. Sie begann sanft und mild zu lächeln, sie lächelte und lächelte, und dem Wanderer wurde wärmer und wärmer. Und schließlich zog er seinen Mantel aus.

(gefunden beim Milton Erickson Institut Hamburg – Geschichte des Monats)

Viel Spass beim Lächeln,
Doc Ramadani

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Wirklichkeits-Konstruktionen zur besseren Stressbewältigung

In diesen schneller werdenden Zeiten nimmt die Anzahl von Menschen, die unter extremen Stresszuständen leiden, stetig zu. Menschen fühlen extremen Druck auf ihnen lastend, haben das Gefühl mit Ihrem Alltag nicht mehr zurecht zu kommen. Irgendwann schickt der Körper vielleicht sogar die ersten Symptome: Verspannungszustände, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Durchfälle und was unser Organismus sonst noch alles zu bieten hat. Und irgendwann ist es soweit: der Zusammenbruch des Systems – Burn-Out!

Welche teilweise einfachen Möglichkeiten man hat, sich in Stresszuständen Erleichterung zu verschaffen, erklärt Dr. Gunther Schmidt in einem Beitrag auf SWR2, den man sich kostenlos auf der folgenden Seite des SWR anhören kann (Player rechts ob in der Ecke des Fensters):

Zur Seite des SWR mit dem Beitrag mit Dr. Gunther Schmidt

Ein sehr hörenswerter Beitrag, in dem Gunther Schmidt auf die vielfältigen Möglichlichkeiten über unseren Organismus und die Schaffung eines hilfreichen “inneren Klimas” Stress und Stress-Symptome günstig zu beeinflussen. Gunther Schmidt ist Leiter des Milton-Erickson-Instituts in Heidelberg und durch die Prägung der so genannten hypnosystemischen Konzepte in Therapie und Coaching unter TherapeutInnen bekannt, die nach ähnlichen Konzepten wie ich arbeite. Einzigartig (für manchen vielleicht sogar gewöhnungsbedürftig) ist sein genialer Vortrags- und Dozentenstil. Plätze für seine Seminare am Milton-Erickson-Institut zu bekommen, ist eine echte Herausforderung. Also gönnt Euch doch den Luxus, bei den öffentlich-rechtlichen Sendern einmal in der ersten Reihe zu sitzen und Euch den Beitrag mit Gunther Schmidt in aller Ruhe am heimischen Rechner anzuhören.

Übrigens war Dr. Gunther Schmidt auch in den Sendung “Menschen bei Maischberger” zu sehen (mein Blogbeitrag mit dem Titel “Und wieder Hypnotherapie im Fernsehen”).

So, und nun viel Spass bei Eurer Neukonstruktion von Wirklichkeit,
Doc Ramadani

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Podcast 011: Liebeskummer – wenn die Liebe weh tut! – Doc Ramadanis Podcast Nr. 11

Liebeskummer - wenn die Liebe weh tut!

Liebeskummer - wenn die Liebe weh tut!

Liebe ist ein wundervolles Gefühl. Aber was, wenn die Liebe ins Leere läuft? – In Podcast Nr. 11 unterhalte ich mich mit meinem Freund Christian über seinen Liebeskummer nachdem er sich von seiner Partnerin getrennt hat.

Welche Wege führen aus dem Tal des Leidens heraus und was kann man tun, wenn man allein den Ausweg nicht findet? Warum “Wegdrücken” und “Wegfeiern” dabei nicht immer helfen, und welche Gedankenmühlen einem zu schaffen machen können, wenn man Liebeskummer erlebt, schildert Christian aus seiner ganz persönlichen Sicht. Welche Erfahrungen hat er gemacht und was rät er anderen Menschen, die Liebeskummer erleben. All das könnt Ihr in diesem Podcast erfahren.
Außerdem gibt Christian hilfreiche Tipps, was man tun könnte, um zu verhindern, dass es zu seiner Trennung kommt.

Hier kann man den Podcast direkt aufrufen:

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:

Podcast 011: Liebeskummer - wenn die Liebe weh tut! - (bereits 196 mal heruntergeladen)

Viel Spass beim Aufmerksamkeit-schenken,
Euer Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.

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Energy flows where attention goes

Dass die Energie dahin fliesst, wohin die Aufmerksamkeit geht, wird in vielerlei therapeutischen Kontexten genutzt. Ganz besondere Beachtung findet dies in der systemischen Therapie und in der Hypnotherapie. Milton H. Erickson, amerikanischer Psychiater und einer der Begründer der modernen Hypnotherapie, hat einmal gesagt: “Therapeutische Trance ist fokussierte Aufmerksamkeit, die auf bestmögliche Weise so gesteuert wird, daß der Patient seine Ziele erreicht”. Eine besondere Form der Aufmerksamkeitsfokussierung nutzt man auch im Appreciative Inquiry (kurz AI), einer Methode aus der systemischen Unternehmensberatung aber auch Therapie. Eine tolle Geschichte, die das Prinzip erläutert, handelt von einem jungen Lakota-Indianer:

Die Lakota und der Tut-nicht-gut

Das Volk der Lakota in New Mexico hat einen jungen Tut-nicht-gut. Er wurde gesehen, wie er Autos und Lastwagen auf dem Parkplatz beschädigte. Befragte man ihn darüber, wurde er ausfällig und abweisend gegenüber Erwachsenen.

Nun wird der ganze Clan an einem Abend zusammengerufen und formt einen grossen Kreis. Der Vater des Jungen schreitet mit ihm in die Mitte des Kreises und schliesst sich dann wieder den anderen Erwachsenen an. Dann beginnt der Vater als erster zu sprechen.

„Du bist unser Erstgeborener, unser Meistgeliebter. Deine Mutter und ich haben uns gefreut, als wir das erste Mal deine Bewegungen im Mutterleib spürten. Wir rannten von Haus zu haus und erzählten den Leuten, dass du am Leben warst, gesund und stark warst. Und so bist du auch gewesen. Während der Geburt hast du einen so lauten Schrei ausgestossen, dass man ihn trotz laufendem Radio dreihundert Meter weit gehört hat. Wie waren wir stolz! Wie waren wir glücklich! Du hast uns immer glücklich gemacht. Deine ersten Schritte – oh, wie du in die Pfütze gefallen bist. Der Ausdruck auf deinem Gesicht! Wie haben wir gelacht….“

Und der Vater erzählt immer weiter die schönsten Erinnerungen aus dem Leben seines Sohnes. Kein Wort der Kritik wird geäussert. Die Aufgabe des Vaters besteht darin, den jungen Mann daran zu erinnern, was er seiner Familie, seinem Clan, seinem Volk bedeutet; ihn zu erinnern an all die Freude und das Glück, das er verbreitete; an die Freude, die seine grosse Familie an ihm hat.

Als der Vater fertig ist, fährt der Onkel weiter. Darauf folgen die beiden Grossväter. Der Himmel wird dunkler, die Sterne sind klar zu sehen. Es wird lange nach Mitternacht sein, wenn alle ihre Geschichten erzählt haben werden. Nach den Männern sprechen die Frauen in freundlichen Worten und weichem Tonfall; die meiste Arbeit ist auf sie gefallen, von den ersten Wehen bis zum Sparen für seine Schulbücher.

Zum Schluss redet der Häuptling. Er fasst all das bisher gesagte zusammen. Er spricht langsam, mit langen Pausen, wie wenn er den besten Weg für die Erzählung suchen würde. Sein Thema, von dem er nie abweicht, ist das gleiche: der Stolz und die Freude, welcher dieser junge Mann dem Volk der Lakota gebracht hat; den Lebenden, den Verstorbenen und den noch nicht geborenen. Wie alle früheren Sprecher erwähnt er nie den Vandalismus und die böswilligen Zerstörungen, die Schande, den Ärger, die Sinnlosigkeit, die Gedankenlosigkeit. All das bleibt ungesagt und wird auch nicht angedeutet. Alle Aussagen drehen sich um das gleiche, nämlich darum, dass dieser junge Mann ein wunderbares Geschenk für alle Leute ist, eines von unschätzbarem Wert.

Nachdem der alte Mann seine Rede beendet hat, gibt er ein klares Zeichen. Der Kreis der Leute steht still, und alle schauen mit grosser Aufmerksamkeit auf den jungen Mann in der Mitte des Kreises. Dann verschwinden sie wortlos in der Dunkelheit der Nacht.

Quelle: Locating the Energy for Change. An Introduction to Appreciative Inquiry, Charles Eliott, International Institute for Soustainable Development, Winnipeg, Maitoba (Canada) ISBN 1-895536-15-4

Viel Spass beim Stärken-herausarbeiten,
Doc Ramadani

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Ich bekomme eine Geschichte geschenkt

Florian Meimberg hat es wirklich getan! Könnt Ihr Euch noch an meinen Beitrag mit dem Titel “Geschichten im 140-Zeichen-Takt” erinnern? – In dem Beitrag geht es um Florian Meimberg der auf Twitter und Facebook seine Kurzgeschichten mit maximal 140 Zeichen veröffentlicht. Florian und ich haben uns ein wenig über das Internet beschnuppert und als Dankeschön für meinen Blog-Beitrag hat er mir eine Geschichte zum Thema Hypnose versprochen. Und heute hat er sie veröffentlicht:

Florian Meimberg (Tiny Tales) hat eine Geschichte zum Thema Hypnose erfunden

Florian Meimberg (Tiny Tales) hat eine Geschichte zum Thema Hypnose erfunden

Florian, Danke! Zwar etwas düster und fernab von dem, was Hypnose wirklich bedeutet, aber wirklich total cool von Dir!

Viel Spass beim Geschichten-lesen,
Doc Ramadani

PS.: Wusstet Ihr dass Florian eigentlich Regisseur ist? – Nein, dann schaut mal hier nach: http://www.behance.net/flomeimberg.

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Wahre Liebe

Die folgende Geschichte habe ich auf den Seiten von Ortwin Meiss, dem Leiter des Milton-Erickson-Insituts Hamburg gefunden. Ich weiss nicht, ob diese Geschichte direkt aus der Feder von Ortwin stammt oder ab er sie von irgendwoher gehört, und zugleich ist sie wirklich wundervoll. Gönnt Euch die Zeit und lest die Geschichte!

Einst verliebte sich ein Frosch in eine Maus und auch die Maus fand an dem Frosch Gefallen und erwiderte seine Liebe. Beide hatten sehr verschiedene Arten zu leben und hatten sich viel zu erzählen.

Des Abends wenn sie zusammensaßen, erzählte der Frosch von seinem tiefen Teich und all den Dingen, die es darin zu sehen und zu finden gab. Er erzählte von den Fischen und dem alten Seehecht, der auf dem Grund des Teiches lebte und all den Gefahren, die er schon durchgestanden hatte. Die Maus liebte diese Geschichten und fand sie faszinierend und spannend. Sie konnte ihm einfach stundenlang zuhören.

Sie erzählte ihrerseits davon, wie man gefräßigen Katzen entkommt, wie man Vorräte für den Winter zusammensammelt, und wie man tiefe Gänge in die Erde gräbt, und das es gut ist, immer einen zusätzlichen Gang zu graben, falls der Hauptgang einmal verschüttet ist, oder gerade ein bedrohlicher Feind davor wartet. Manchmal ist es einfach gut, wenn man durch einen Hinterausgang verschwinden kann. Wie sie so erzählten kam der Frosch auf den Gedanken, die Maus könne ihm einmal durch den Hinterausgang entschwinden, und da er sie doch so sehr liebte, begann er zunehmend unruhiger zu werden. Dies merkte die Maus und fragte den Frosch, was ihn beunruhige. Der Frosch mochte nicht so recht erklären, was ihn so unruhig machte und sprach schließlich: “Weißt Du, manchmal bekomme ich Angst, wir könnten uns verlieren, und ich liebe Dich doch so!” “Ach diese Angst habe ich auch manchmal,” sprach da die Maus, denn sie fürchtete, der Frosch könne ihr irgendwann entspringen und auf nimmer Wiedersehen in den tiefen Teich abtauchen “. Aber wir könnten doch unsere Hände zusammenbinden, dann könnten wir uns nie verlieren.”, sprach der Frosch und der Maus war es nur recht, und so banden sie ihre Hände zusammen, die Maus die rechte und der Frosch die linke.

Nun fühlten sie sich schon wesentlich sicherer, nur zusammen zu gehen machte nun einige Probleme. So wollte der Frosch oft hüpfen und hatte Schwierigkeiten mit den kleinen Schritten der Maus, die ihrerseits durch den unregelmäßigen Gang des Frosches immer wieder aus ihrem Rhythmus kam und ins Stolpern geriet. Auch konnte die Maus nicht mehr in ihre Gänge schlüpfen, denn der Frosch war zu ungelenk, um sich durch die schmalen Gänge zu zwängen und war es ihm doch einmal gelungen, so stieß er fortwährend mit seinem Kopf an, da er das Hüpfen einfach nicht lassen konnte.

Die Maus hielt das Hüpfen für eine schlechte Angewohnheit und meinte, daß es dem Frosch schon gelingen könne, anständig zu laufen. Er müsse nur ernsthaft den Willen haben, das Hüpfen aufzugeben, denn wo ein Wille sei, da sei auch ein Weg. Und sie erzählte ihm, wie schwer es manchmal gewesen sei, sich durch harten Boden einen Gang zu graben und das man, wenn man nur will, mit den scharfen Mausezähnen, die härtesten Dinge durchknabbern kann, und der Frosch versprach es wirklich ernsthaft zu versuchen. “Ja,” sprach die Maus, “es ist wirklich schwierig in der Liebe, doch wenn man sich wirklich liebt, arbeitet man aneinander und versucht dem anderen zu helfen, damit er sich weiterentwickeln und seine schlechten Eigenschaften abstreifen kann.”

Der Frosch wiederum versuchte die Maus zu überzeugen, daß es ein Genuß sei, mit einem hohen Bogen in den Teich zu springen und durch die tiefen Fluten hinab zum Grund zu tauchen, um dort in alte weggeworfene Lederstiefel zu schlüpfen und die Fische an sich vorbeischwimmen zu lassen, doch die Maus hatte Angst vor dem Wasser. Der Frosch aber war der Ansicht: Wenn man nur wirklich bereit sei, die Angst zu überwinden, würde es schon klappen, denn aller Anfang sei schwer. Doch die Maus war nicht bereit ihre Angst zu überwinden. Dies alles tat ihrer Liebe jedoch keinen Abbruch, und sie liebten sich weiterhin inniglich.

Nach einer Weile sprach jedoch die Maus: “Weißt Du ich kann Deine rechte Hand nicht sehen.” Und in der Liebe sollte man sich doch alles sagen und ganz offen zueinander sein, und da sei es doch nicht in Ordnung, wenn man bestimmte Dinge voreinander versteckt. Der Frosch fand dies auch, denn in der Liebe möchte man an allem teilhaben und alles, alles wissen, was der andere tut, und so banden sie die anderen Hände auch noch zusammen. Das Gehen wurde natürlich noch beschwerlicher, aber wo wahre Liebe ist, erträgt man jegliche Unangehmlichkeiten, denn jede Schwierigkeit schmiedet einen nur fester zusammen. Das Leben wurde ein wenig eintöniger, denn der Frosch konnte nicht mehr von seinen neuen Erlebnissen im See erzählen und die Maus wußte auch nichts neues zu berichten, da sie nun alles zusammen machten.

So erzählte der Frosch von früheren Zeiten, wo er noch im See umhergeschwommen ist, doch nach einer Weile kannte die Maus alle Geschichten und wurde zunehmend ungehalten, wenn der Frosch schon wieder mit seinen alten Seeerlebnissen anfing. Doch auch die Maus konnte nur noch von Dingen berichten, die sie früher erlebt hatte, und meist kannte der Frosch die Geschichte schon und hörte gar nicht mehr richtig zu. “Nie hörst du mir zu, du beachtest mich überhaupt nicht mehr,” beschwerte sich die Maus, denn wenn man sich wirklich liebt, schenkt man dem anderen alle Aufmerksamkeit. “Ach,” sprach der Frosch, “es liegt wohl daran, daß ich in der letzten Zeit, so müde bin, es ist bestimmt das Wetter, es hat wirklich nichts mit Dir zu tun.” Doch die Maus meinte: Wenn man jemanden wirklich liebt, hört man ihm auch zu, wenn man müde ist. Obwohl sie sich nichts mehr zu erzählen hatten, liebten sie sich immer noch und die Maus meinte, daß wahre Liebe ist, wenn man zusammen schweigen kann und sich Verliebte auch ohne Worte verstehen, und der Frosch fügte hinzu: Gerade ohne Worte, denn Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

Doch bei aller Liebe und allem Bemühen wollte dem Frosch der gleichmäßige Gang nicht gelingen, und wer sich wirklich liebt, macht doch alles gemeinsam. Und da die Maus nicht aufhören wollte, das beständige Gehüpfe des Frosches zu bemängeln, denn sie wollte nur das Beste für den Frosch, und er andererseits ihr es doch wirklich recht machen wollte, denn wenn man jemanden liebt, möchte man dem anderen jeden Gefallen tun, kam der Frosch auf die Idee: “Wir könnten, doch auch eins unserer Beine zusammenbinden, dann können wir noch besser alles zusammen machen, und ist es in der Liebe nicht so, daß man alles gemeinsam tun will?” Gesagt getan und wie der Frosch es im Geheimen vermutet hatte, hatte es nun mit dem Hüpfen ein Ende. Zwar kamen beide nun nur noch unter großen Mühen und sehr langsam voran, aber sie wußten nun, daß sie richtig zusammengehörten und was ist schöner in der Liebe, als zu wissen, daß man wirklich zusammen gehört. “Laß uns das andere Bein auch noch zusammenbinden” sprach da die Maus. “Meinst Du wirklich wir sollten das tun?” fragte der Frosch, denn er war nicht mehr sicher, daß sie das Richtige taten. “Du liebst mich doch?” fragte die Maus. “Ja, ja natürlich” sagte der Frosch und sie banden die anderen Beine auch noch zusammen, und was ist schöner an der Liebe, als wenn man unzertrennlich ist.

Aber das war nicht gut, denn nun konnten sie sich garnicht mehr bewegen. So verharrten sie starr und unbeweglich, und auch ihre heiße Liebe schien allmählich abzukühlen. Ja sie führten ein wahrhaft erbärmliches Leben, bis sie schließlich starben, und das war schon bald, denn als der eine starb, starb auch der andere. “Ja, ja!” sagte der alte Waldbär – und da hatte er verdammt recht.

(gefunden beim Milton Erickson Institut Hamburg – Geschichte des Monats)

Viel Spass beim Lieben,
Doc Ramadani

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Keine Energie geht verloren!

Mein lieber Freund Peter, mit dem ich mich oft über das Leben und dessen Herausforderungen unterhalte, hat mir zu Jahresbeginn seine Sichtweise des Lebens in wenigen Zeilen zusammengefasst. Ich schätze ihn sehr und zugleich bin ich vielleicht aufgrund einer gewissen Altersdifferenz noch nicht bereit dazu, seine Thesen in allen Belangen zu übernehmen. Ich möchte Euch trotzdem nicht vorenthalten, was mein Freund mir zu Jahresbeginn geschrieben hat:

Wir wissen, dass im Leben alles vergänglich ist,
dass wir am Ende unseres Lebens nichts mitnehmen können.
Wenn wir weiterhin wissen, dass alles Energie ist – auch wir Menschen -
und dass keine Energie verloren geht,
so bildet unser Energiefeld im Moment unseres Todes
die Grundlage für eine neue Formulierung, für eine neue Entstehung.
Somit müsste der Sinn des Lebens sein, die Zeit,
die wir auf dieser Welt sind, so zu nutzen, dass wir unser Energiefeld so verändern,
dass es zum Zeitpunkt unseres Todes eine gute Form hat.
Damit eine neue, bessere Art der Existenz zustande kommt.

Ich weiß noch nicht, inwieweit ich meine Lebensplanung entlang der Sichtweise von Peter ausrichten sollte. Bisher lebe ich weiterhin noch nach der Maßgabe: egal, wie oft ich noch auf diese Welt zurückkehren darf/muss/soll, ich versuche alles dafür zu tun, dass es mir in diesem Leben (dieser Inkarnation/diesem Level/…) möglichst gut geht und ich mit meinem Leben zurecht komme.

Wer hat was dagegen? – Eure Kommentare (sofern ernst gemeint) sind willkommen.

Viel Spass beim Energie-optimieren,
Doc Ramadani

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