Doc Ramadani’s Energiebrief

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Beiträge in der Kategorie: Entwicklung

Von Männern und vom Baggern

Ab und zu darf ich in meiner Praxis auch immer wieder Männer begleiten, die sich wünschen, leichter Kontakt zu Angehörigen des anderen Geschlechts, so genannten “Frauen”, zu bekommen. Im Laufe der Begleitung empfehle ich Ratsuchenden dann ab und an gerne das Buch “Die perfekte Masche” von Neil Strauss – ein aberwitziges und zugleich hilfreiches Buch, wie ich finde.

Neil Strauss ist Journalist und ein so genannter “EFL” – ein “ewig frustrierter Loser”, wie er sich selbst bald nach dem Beitritt in eine Online-Außreisser-Community bezeichnet. Auf Wunsch seines Chef-Redaktuers bei der New York Times macht er sich in eine Subkultur der besonderen Art auf. Neil Strauss taucht ein in eine Welt von Männern, denen es scheinbar nur darum geht, die beste Technik, die beste Mache und die besten Tricks zu entwickeln, um eine Frau möglichst schnell dazu zu bringen, Sex mit Ihnen zu haben.

Bei seinen Recherchen stößt Neil Strauss schnell auf seine eigenen Blockaden und beschließt eines Tages, sein Leben nicht länger als EFL zu fristen, der schon mehrfach fast an der DOK-Krankheit (“Die-oder-keine-Krankheit”" zugrunde gegangen wäre. Er beschließt, Teil der Community zu werden und aus dem Journalisten Neil Strauss wird “Style”, der Profi-Aufreißer – und “Style” sollte erfolgreicher werden, als alle anderen Aufreißer zuvor. Er macht sich auf den Weg. Den Weg, der ihn über Workshops, Seminare, Aufreißertouren und etliche Frauen dorthin führt, wo er begann: zu sich selbst – aber um einige Erfahrungen reicher.

Neil Strauss, alias “Style”, hat mit seinem aberwitzigen und erstaunlichen Buch eine beeindruckende Mischung aus Ratgeber und Roman erschaffen, die mich nicht mehr losgelassen hat. Anfangs beschreibt er sehr detailliert, wie er Zugang zur Aufreißer-Community bekommt und in Workshops mehr und mehr lernt, seine eigenen Hemmungen zu überwinden. Er bekommt Kontakt zu den vermeintlichen Größen der Szene und beschließt, etwas von Ihnen zu lernen. Er lernt Sprüche auswendig, übt Techniken ein und lernt sogar Zaubertricks … und er hat Erfolg. “Style” entwickelt sich zum Profi-Aufreißer und wird nach und nach zu einem der Führer der Community. Die “Jünger” reißen sich um ihn. Er wird einer der gefragtesten Aufriss-Lehrer und unterstützt andere Aufriss-Lehrer bei ihren Workshops.

Im Verlauf seiner Beschreibungen versteht es Neil Strauss, sehr differenzierte Persönlichkeitsprofile seiner vermeintlichen Mitstreiter zu zeichnen. Mehr und mehr wird aus dem Ratgeber ein vielschichtiger Hochgeschwindigkeitsroman, in dessen Verlauf sich die Wege von Style und seinen Mitstreiter mehrfach kreuzen und vereinen: Style findet sich bald in einer Aufreißer-WG in Los Angeles wieder, in der es nicht nur heiter zugeht. Ein ums andere Mal geraten die aufreißenden “Alpha-Männchen” an ihre Grenzen. Immer wieder ertappt man sich beim Lesen dabei, Mitleid mit Styles Wegbegleitern (insbesondere seinem ersten Mentor: Mystery) zu bekommen, wenn man erfährt, wie diese in ihre ganz persönlichen Krisen schlittern.

Warum ich dieses Buch so gerne empfehle? – Es ist Ratgeber und Roman zugleich und Neil Strauss schafft es, auf sehr einfühlsame Art und Weise darzustellen, wo die eigenen Blockaden stecken, die bisher vielleicht verhindert haben, dass man unbefangen Kontakt zum anderen Geschlecht aufnehmen kann. Dass letztlich aber alle Techniken und Tricks versagen wenn wahre Gefühle ins Spiel kommen, erfährt Neil Strauss schließlich am eigenen Leib, als er sich in die Gitarristin Lisa verliebt. Nur wer bereit ist, sich so zu zeigen, wie er ist, kann schlussendlich erfahren, wie es ist, wirklich geliebt zu werden – mit allen Stärken und Schwächen.

Viel Spass beim Sich-zeigen,
Doc Ramadani

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Der alte Mann und sein Pferd

Folgende Geschichte hat mir die liebe Heidi von der schwäbischen Ostalb geschickt. Ich möchte sie Euch nicht vorenthalten.

The Old Man and his Horse (a.k.a. Sai Weng Shi Ma)

Once there was an old man who lived in a tiny village. Although poor, he was envied by all, for he owned a beautiful white horse. Even the king coveted his treasure. A horse like this had never been seen before – such was its splendor, its majesty, its strength.

People offered fabulous prices for the steed, but the old man always refused. “This horse is not a horse to me,” he would tell them. “It is a person. How could you sell a person? He is a friend, not a possession. How could you sell a friend.” The man was poor and the temptation was great. But he never sold the horse.

One morning he found that the horse was not in his stable. All the village came to see him. “You old fool,” they scoffed, “we told you that someone would steal your horse. We warned you that you would be robbed. You are so poor. How could you ever protect such a valuable animal? It would have been better to have sold him. You could have gotten whatever price you wanted. No amount would have been too high. Now the horse is gone and you’ve been cursed with misfortune.”

The old man responded, “Don’t speak too quickly. Say only that the horse is not in the stable. That is all we know; the rest is judgment. If I’ve been cursed or not, how can you know? How can you judge?”

The people contested, “Don’t make us out to be fools! We may not be philosophers, but great philosophy is not needed. The simple fact that your horse is gone is a curse.”

The old man spoke again. “All I know is that the stable is empty, and the horse is gone. The rest I don’t know. Whether it be a curse or a blessing, I can’t say. All we can see is a fragment. Who can say what will come next?”

The people of the village laughed. They thought that the man was crazy. They had always thought he was a fool; if he wasn’t, he would have sold the horse and lived off the money. But instead, he was a poor woodcutter, and old man still cutting firewood and dragging it out of the forest and selling it. He lived hand to mouth in the misery of poverty. Now he had proven that he was, indeed, a fool.

After fifteen days, the horse returned. He hadn’t been stolen; he had run away into the forest. Not only had he returned, he had brought a dozen wild horses with him. Once again, the village people gathered around the woodcutter and spoke. “Old man, you were right and we were wrong. What we thought was a curse was a blessing. Please forgive us.”

The man responded, “Once again, you go too far. Say only that the horse is back. State only that a dozen horses returned with him, but don’t judge. How do you know if this is a blessing or not? You see only a fragment. Unless you know the whole story, how can you judge? You read only one page of a book. Can you judge the whole book? You read only one word of one phrase. Can you understand the entire phrase?”

Viel Spass beim Pferdehüten,
Doc Ramadani

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Vom Jungen, dem ein Arm fehlte

Es war einmal ein Junge. Er war mit nur einem Arm auf die Welt gekommen, der linke fehlte ihm. Nun war es so, dass sich der Junge für den Kampfsport interessierte. Er bat seine Eltern so lange darum, Unterricht in Judo nehmen zu können, bis sie nachgaben, obwohl sie wenig Sinn daran sahen, dass er mit seiner Behinderung diesen Sport wählte.

Der Meister, bei dem der Junge lernte, brachte ihm einen einzigen Griff bei und den sollte der Junge wieder und wieder trainieren. Nach einigen Wochen fragte der Junge: “Sag, Meister, sollte ich nicht mehrere Griffe lernen?” Sein Lehrer antwortete: “Das ist der einzige Griff, denn du beherrschen musst.” Obwohl der Junge die Antwort nicht verstand, fügte er sich und trainierte weiter.

Irgendwann kam das erste Turnier, an dem der Junge teilnahm. Und zu seiner Verblüffung gewann er die ersten Kämpfe mühelos. Mit den Runden steigerte sich auch die Fähigkeit seiner Gegner, aber er schaffte es bis zum Finale.

Dort stand er einem Jungen gegenüber, der sehr viel größer, älter und kräftiger war als er. Auch hatte der viel mehr Erfahrungen. Einige regten an, diesen ungleichen Kampf abzusagen und auch der Junge zweifelte einen Moment, dass er eine Chance haben würde. Der Meister aber bestand auf dem Kampf. Im Moment einer Unachtsamkeit seines Gegners gelang es dem Jungen, seinen einzigen Griff anzuwenden ? und mit diesem gewann er zum Erstaunen aller.

Auf dem Heimweg sprachen der Meister und der Junge über den Kampf. Der Junge fragte: “Wie war es möglich, dass ich mit nur einem einzigen Griff das Turnier gewinnen konnte?”

“Das hat zwei Gründe: Der Griff, den du beherrschst, ist einer der schwierigsten und besten Griffe im Judo. Darüber hinaus kann man sich gegen ihn nur verteidigen, indem man den linken Arm des Gegners zu fassen bekommt.”

Und da wurde dem Jungen klar, dass seine größte Schwäche auch seine größte Stärke war.

Viel Spass beim Stärken-finden,
Doc Ramadani

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Doc Ramadani’s Energiebrief wird 2 Jahre alt!

So, heute gibt es etwas zu feiern. Genau heute vor 2 Jahren erschien der erste Beitrag in Doc Ramadani’s Energiebrief. Seit diesem Tag ist viel passiert: mehr als 170 Artikel sind erschienen, die Gratis-Downloads erfreuen sich etlicher tausend Downloads, fast 20 kostenlose Podcasts sind erschienen und mehr als 500 Menschen lesen täglich in meinem Energiebrief. Mein Energiebrief ist ein toller Erfolg. Und wisst Ihr was? – Er macht mir richtig Spass!

Ich freue mich sehr über all Eure Feedbacks und Anregungen. Seid neugierig auf die kommende Zeit! – Ich habe vor, Euch hier noch einiges zu präsentieren.

Viel Spass beim Feiern,
Doc Ramadani

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Sei froh, wenn Du einen Sprung in der Schüssel hast

Vielleicht könnt Ihr Euch an meinen Blog-Beitrag “Expeditionen ins Reich der Persönlichkeit” vom 28.03.2010, in dem ich den Blog von Tim A. Bohlen vorgestellt habe, erinnern. Tim und ich pflegen seit einiger Zeit eine inspirierende Internet-Bekanntschaft. Tim hat sich dazu hinreißen lassen, einen Gastbeitrag für meinen Blog zu schreiben. Dieser Artikel zeigt am Beispiel des japanischen Konzeptes wabi-sabi, warum nicht perfekt zu sein, viel schöner sein kann als Makellosigkeit. Ich danke Tim an dieser Stelle für den tollen Beitrag.

Und hier der Gastbeitrag zum Thema “Sei froh, wenn Du einen Sprung in der Schüssel hast” von Tim:

Das Foto der Vase wurde von urban don aufgenommen und bei Flickr bereitgestellt.

Als Kind habe ich mein neues Spielzeug immer mit ans Bett genommen. Ich hab es gehütet, wie meinen Augapfel, das Geschrei war groß, wenn es einen Kratzer bekam oder gar kaputt ging. Ich wollte es einwandfrei, so wie es war, als ich es aus seiner Verpackungen holte und in meine Fantasiewelt aufnahm. Das Aussehen der Spielzeuge hat sich verändert, aber der Wunsch nach Makellosigkeit ist bis in Erwachsenenalter geblieben. Heute habe ich keine Action-Figuren oder Autos mehr, heute sind meine Spielzeuge meist elektronisch und werden Notebook, Handy oder MP3-Player genannt.

Was mehr als ein paar Kratzer hatte, wurde ausgetauscht. Es war ja auch so einfach, denn der Nachfolger hatte aber auch zu viele atemberaubende neue Funktionen. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt sah ich im Fernsehen einen Bericht über einen Künstler, der Gefäße herstellte und sie dann mit viel Mühe altern ließ. Dies war seine Kunstform – inspiriert vom japanischen Konzept des wabi-sabi. Ich konnte es einfach nicht nachvollziehen, wie man etwas schön finden konnte, dass einen Sprung in der Schüssel hatte. Unter wabi-sabi verstehen die Japaner eine Art Schönheitsideal, dass den Wert des Gebrauchten hervorhebt. Durch die Spuren, die das Leben auf Dingen hinterlässt, erlangen diese Wert, sie erzählen eine Geschichte und zeigen, wie Ursache – beispielsweise Wind und Wetter – und Wirkung – das verwitterte und knorrige Aussehen eines alten Baumes – allgegenwärtig sind. So erzählt alles eine Geschichte, alles hat Patina und dies finden die Japaner schön. Ich heute auch. So machen doch gerade die Lachfältchen der Oma sie so liebenswürdig. Die Beule im Auto erzählt davon, wie eine brenzlige Situation doch noch einmal gut ausgegangen ist. Heute stören mich Kratzer nicht mehr so sehr, auch wenn ich mir – im Gegensatz zu dem Künstler – die Mühe mache, möglichst lange etwas von den Dingen des Alltages zu haben, so ärgere ich mich heute nicht mehr darüber, wenn etwas eine Geschichte zu erzählen hat. Im Gegenteil, denn selbst etwas Hüftspeck zum Frühlingsbeginn erzählt vom gemütlichen Zusammensein zu Weihnachten mit leckeren Plätzchen und einem (oder zwei) festlichen Essen mit Menschen, die mir am Herzen liegen. Was mir wichtig ist: Es geht mir nicht um das Extrem, sich gehen zu lassen oder unachtsam mit dem Eigentum umzugehen. Für das meiste habe ich lange gearbeitet. Es geht mir darum, die eigenen – und die der anderen – kleinen Schwächen zu akzeptieren, so wie sie sind und einfach das beste aus jedem Moment zu machen. Eigentlich auch ganz einfach.

Viel Spass mit diesem Gastbeitrag von Tim A. Bohlen,
Doc Ramadani

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Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

In den vergangenen Wochen durfte ich unheimlich viele Menschen kennen lernen, deren Veränderungswunsch letztlich zu Tage gefördert hat, dass es in der Beziehung doch wohl mehr unbewusste Konflikte gibt, als den Menschen lieb wäre.

Dies hat dazu geführt, dass ich meinen “Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner”, den ich solchen Paaren oft mitgegeben habe, nochmals überarbeitet habe.

Ich habe mich dazu entschlossen, den Selbsterkundungs-Fragebogen, der Beziehungspartnerinnen und -partnern erstmal dabei helfen soll, einmal zu bestimmen, wo sie denn in ihrem eigenen Leben stehen, kostenlos zum Download bereitzustellen. Oft erlebe ich es, dass Partnerinnen und Partner ihr persönliches Glück an den oder die anderen delegieren – nach dem Motto: “wäre mein Partner nur liebevoller, dann würde es mir auch besser gehen, oder ähnliches.”. Das geht ja überhaupt nicht. Entweder, Du weißt selbst wo es lang geht, dann ist es okay, oder Du solltest daran arbeiten. Wenn Du daran arbeiten möchtest, dann kann Dir eventuell der Fragebogen dabei helfen, Deine Partnerin oder Deinen Partner neu kennen zu lernen.

Und hier könnt Ihr Euch den “Selbsterkundungs-Fragenbogen für Partnerinnen und Partner” kostenlos runterladen:
Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner (PDF) - (bereits 576 mal heruntergeladen)

Viel Spass beim Neu-Kennenlernen,
Doc Ramadani

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Das Schicksal ist ungerecht!

Ein Philosoph unterhielt sich mit Mulla Nasrudin. “Im Endeffekt tun Sie mir leid”, sagte er. “So hart ist Ihr Leben, um jedes Schäfchen der Gemeinde müssen Sie kämpfen.”

Nasrudin sagte: “Ich danke Ihnen für Ihr Mitgefühl. Aber sagen Sie mir doch, welchem Beruf Sie nachgehen?”. Der Philosoph antwortete, und ein gewisser Stolz in seiner Stimme war nicht zu überhören: “Ich bin ein Philosoph und studiere das Denken der Menschen, ihre Taten und ihre Wünsche.” Da fuhr der Mulla fort, an seinem Stück trockenem Brot zu knabbern, und seufzte: “Jaja, so hat ein jeder von uns sein Los zu tragen.”

Viel Spass beim Philosophieren,
Doc Ramadani

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“Betrogen worden?” / “Betrogen?” – Verändere Dich!

Immer wieder spielen natürlich auch Partnerschaftsthemen in meiner Praxis eine Rolle. Manchmal kommt es auch vor, dass ein/e Partner/in eine Außenbeziehung beginnt. Der Theologe und Paartherapeut Hans Jellouschek nennt diese Situation ein kritisches Lebensereignis und hat ein sehr gutes Buch darüber geschrieben, dass ich Menschen (sowohl dem oder der “Untreuen” als auch dem oder der “Treuen”) empfehle. Das Buch eignet sich jedoch auch für Berater oder Therapeuten, die mit diesem Thema umgehen können wollen.

Wenn in einer Beziehung einer von beiden fremdgeht und vielleicht sogar noch eine dauerhafte Beziehung außerhalb der Partnerschaft eingeht, und der andere es erfährt, bricht meistens ein heilloses Chaos aus: Schock, Verletzung, Schuldzuweisungen, Kränkung und Schuldgefühle beherrschen auf einmal das Leben der Partner – und oft auch des oder der Geliebten. Oft fühlt es sich dann so an, als wäre nichts mehr zu retten.

Dass dem nicht so sein muss und dass eine Außenbeziehung vielleicht sogar eine einmalige Chance zu einem Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft (in der bisherigen Partnerschaft, vielleicht auch in der Außenbeziehung) sein kann, erläutert Hans Jellouschek. Anhand von 3 Paaren in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Lebensphasen zeigt er, wie  aus einer “kritischen Lebensereignis”, so bezeichnet der Autor die Aufnahme einer Außenbeziehung, verschiedene Dreiecksbeziehung mit immensen Folgen für alle Beteiligten entwickeln können. Dass daraus nicht nur Probleme sondern auch Chancen für die Entwicklung aller Beteiligten (auch des oder der Geliebten) entstehen können, zeigt Hans Jellouschek mit den Geschichten der 3 besagten Paare. Er beschreibt die Dreiecksbeziehung als einen Ausgleichsversuchs des oder der “Untreuen”, mit dem eine Schwachstelle der Paarbeziehung ausgeglichen werden soll.

Hans Jellouschek plädiert für eine entwicklungsorientierte Sichtweise des kritischen Lebensereignisses – d.h. er wirbt um eine Sicht für die Chance, die in dieser Situation steckt. Er erläutert einerseits welche Einflüsse die Paargeschichte  auf das Zustandekommen einer Dreiecksbeziehung hat und welche Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie dabei eine Rolle spielen könnten. Ganz große Stärke beweisst das Buch bei der Beschreibung der Lösungsversuche der Paare (Abbrechen, Verschweigen, Leben der Dreiecksbeziehung, …). Er erläutert Vor- und Nachteile der einzelnen Strategien und wirbt vor allem für eins: einen langen Atem.

Fazit: Ein Buch das einerseits für “Betrogene”, “Betrüger/innnen” und “Geliebte” geeignet ist, aber auch für Menschen, die irgendwie das Gefühl haben, dass in ihrer Beziehung etwas nicht stimmt.

Viel Spass beim Chancen-suchen,
Doc Ramadani

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Männer – das schwache Geschlecht?

Vor noch gar nicht all zu langer Zeit, habe ich in meinem Blog meine Rezension über das Buch “Männer – das schwache Geschlecht und sein Gehirn” veröffentlicht. Gerald Hüther, der durch seine gescheiten Vorträge in hypnotherapeutischen Kreisen sehr bekannt und geschätzt ist, war neulich zu Gast bei Radio Bremen und hat sich dort zu seinem Buch interviewen lassen. Das interessante Interview kann man sich kostenlos auf der Internet-Seite von Radio Bremen anhören. Und hier geht es direkt zum Interview mit Gerald Hüther:

http://www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=022983

Viel Spass beim Zuhören,
Doc Ramadani

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An der Brücke

Als ich einmal wieder auf meinem Weg war, traf ich einen jungen Mann, der ging auf und ab. Ich fragte, was er denn mache und er schaute mich an. Seine Augen waren voll Trauer und auch voll Wut. Sein Körper war geschwächt und doch konnte er nicht ruhen. Auf seinen Schultern lastete ein großes Paket, hier und da waren ein paar Löcher, wo wohl ein Stück des Inhalts fehlte; dennoch schien es dadurch nicht minder schwer.

Ich fragte, warum er denn nur ständig auf und ab gehe? Er sagte, dass er gerne über diese Brücke gehen wolle, um auf die wunderschöne Insel gegenüber der Schlucht zu gelangen, doch er wage es nicht, denn seine Last sei so schwer und die Brücke, die er passieren müsse, mache keinen stabilen Eindruck.

Ich fragte ihn, warum er denn die Last nicht ablegen würde, dann könnte er doch ohne weiteres die Brücke passieren. Er schaute mich entgeistert an: “Ohne sein Gepäck”? “Nein, das ginge nicht”! Ich fragte ihn, was denn so Wichtiges in diesem Paket wäre, dass er es denn nicht hier lassen könne. Er lächelte und sagte stolz: “Es ist meine Vergangenheit”. Er ging auf und ab, sehnsüchtige Blicke folgten dem Weg auf diese wunderschöne Insel, mit Blumen und Früchten und frischem Wasser. Er war wirklich geschwächt, so bot ich ihm Wasser an. Dankend trank er. Ich fragte, ob er seine Last absetzen möge und auf die Insel gehen wolle. Vehement verneinte er. Auf keinen Fall würde er seine so kostbare Vergangenheit absetzen, nur, um auf die Insel zu gelangen? Es müsse doch schließlich auch einen anderen Weg geben. Wir schwiegen.

Ich meinte, wenn seine Vergangenheit leichter wäre, so könne er sie vermutlich mit auf die Insel nehmen. Doch wäre sie leichter, so wäre sein Eigengewicht weitaus mehr und so könnte er sowohl mit, als auch ohne Vergangenheit diese Brücke nicht passieren. Dadurch jedoch, dass er nun so lange gegangen sei, mit dieser Last, sei er selber davon so leicht geworden, dass er die Brücke passieren könne, würde er seine Last absetzen. Er schaute mich erstaunt an. “Es ist also die einzige Möglichkeit diese Brücke zu überqueren?”, fragte er. Ich schwieg. Er dachte nach.

Dann fragte er mich, ob ich denn kurz für ihn seine Vergangenheit tragen könnte, da er das Paket ungern in den Staub stellen wolle. Er würde jedoch gern einmal auf die Insel gehen, um zu schauen, ob sich denn der Tausch auch lohnen würde. Ich willigte ein. Er kam nie wieder zurück und so stellte ich das Paket zu den anderen.

[Nach Paula Meux, ein wenig von mir umgeschrieben ;-) ]

Viel Spass beim Brückengehen,
Doc Ramadani

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Podcast 017: Hypnosystemische Körperarbeit, wie der Körper die Seele trägt – Doc Ramadanis Podcast Nr. 17

Podcast Nr. 17: Im Gespräch mit Volker Dingeldey über hypnosystemische Körperarbeit

Podcast Nr. 17: Im Gespräch mit Volker Dingeldey über hypnosystemische Körperarbeit

Immer wieder ging es in meinen letzten Podcasts darum, wie sich seelische Prozesse in körperlichen Symptomen äußern können, die wir Menschen als leidvoll erleben. Dies reicht oftmals hin bis zu psychosomatischen Erkrankungen. In der Begleitung von Menschen mit solchen Fragestellungen soll dann dazu genutzt werden, welche Dinge der Mensch braucht, damit er sich wieder wohl fühlen kann.

Volker Dingeldey hat es als Physiotherapeut gelernt, den Körper bei Heilungsprozessen zu unterstützen. Über seine Ausbildungen in Shiatsu und Tanztherapie hat er den Weg zur Hypnotherapie, oder genauer gesagt zur hypnotherapeutischen Körperarbeit gefunden. Er unterstützt mit seinem hypnosystemischen Kurzzeittraining häufig Menschen mit neurologischen Fragestellungen. Sehr schön erläutert Volker in diesem Podcast, wie hypnotherapeutische Arbeitsweisen auch in anderen Bereich, wie z.B. der Physiotherapie oder der Rehabilitation genutzt werden können.

Hier kann man den Podcast direkt aufrufen:

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:

Podcast 017: Hypnosystemische Körperarbeit, wie der Körper die Seele trägt - (bereits 125 mal heruntergeladen)

Wer sich direkt an Volker Dingeldey wenden möchte, erreicht sie unter folgenden Koordinaten:

Volker Dingeldey
Formbachstr. 299
64385 Reichelsheim
Telefon: 06164-501-156

eMail: info@gemeinsam-weiter-gehen.de
Homepage: http://www.gemeinsam-weiter-gehen.de/

Viel Spass beim mit-dem-Körper-arbeiten,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.

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Von verliehenen Büchern

Es war einmal ein Gelehrter, zu dem viele Menschen kamen, um ihm Fragen zu stellen.  Eines Tages fragte jemand den weisen Mann: “Warum, Meister, bekommt man eigentlich verliehende Bücher so selten wieder zurück?” Darauf antwortete der Gelehrte ohne lange nachzudenken: “Weil es leichter ist, die Bücher zu behalten, als das, was drin steht.”

Viel Spass beim Bücher-verleihen,
Doc Ramadani

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