
Whai Kru - der rituelle Tanz der Muay Thai-Kämpfer
Hier in Deutschland werden Fußballspieler, Formel-1-Piloten und Schlager-Stars verehrt. In Thailand werden neben König Bumipol vor allem die Champions der Thai-Box-Arenen geehrt. Thaiboxen, im Thailändischen “Muay Thai” (freies Boxen) genannt, ist die wohl härteste Kampfsportart der Welt. Muay Thai wird oft mit dem verwestlichten Kickboxen verwechselt. Dabei handelt es sich beim Kickboxen um eine deutlich reduzierte Form des Muay Thai: während beim Kickboxen neben den eigentlichen Faustschlägen zusätzlich noch Tritte mit dem Fuss erlaubt sind, umfasst Muay Thai noch eine ganze Vielfalt von (sehr effektiven) Stößen und Schlägen mit Ellbogen und Knien. Einzigartig ist beim Muay Thai auch das so genannte Clinchen. Im Nahkampf, dem Clinch, ist das Festhalten des Gegners (auch beim Schlagen, Treten oder beim Einsatz von Knie- oder Ellenbogentechniken) ausdrücklich erlaubt. Selbst trainiere ich Muay Thai (Thaiboxen) zu Fitnesszwecken beim Ulmer Traditions-Thaibox-Verein Banzai Ulm und bin dort regelmäßig als Ringarzt bei Veranstaltungen tätig. Weil mich der Sport so begeistert, habe ich mit meinen Freunden vom Banzai Ulm im Herbst 2007 eine Benefizveranstaltung zugunsten der Deutschen Krebshilfe e.V. organisiert (siehe unten).
Obwohl die Geschichte des Muay Thai wohl mehr als 2000 Jahre zurück reicht, ist dieser vielfältige Kampfsport lebendig wie eh und jeh. Es ist in Thailand Nationalsport wie Fußball in Deutschland und die Stadien sind bei Kämpfen regelmäßig voll besetzt. Die Muay Thai-Kämpfer, die heute in den Stadien kämpfen, entstammen meist armen Familien und sie versuchen bereits im Kindes- oder Jugendlichenalter durch Kämpfe etwas Geld für sich und ihre Familien zu verdienen.
Der Kommunikationswissenschaftler Saad Khayar hat für seine Diplomarbeit die Geschichte des Muay Thai in einer eindrücklichen Dokumentation zusammengefasst, die er bei Youtube bereitgestellt hat. Die Dokumentation ist in 2 Teile aufgeteilt und absolut sehenswert.
Teil 1:
Teil 2:
Herbst 2007 habe ich zusammen mit meinen Freunden vom ThaiBox-Club Banzai Ulm eine Muay Thai-Benefizveranstaltung im Ulmer Roxy auf die Beine gestellt. Unter dem Motto “Fighting Cancer” sind die Besten der Besten des Muay Thai (Thaiboxen) aus Deutschland und dem umliegenden europäischen Ausland zugunsten der Deutschen Krebshilfe e.V. in Ulm aufgelaufen. Der Reinerlös in Höhe von EUR 4.000,- ging an die Deutsche Krebshilfe e.V., die sich absolut über unser Engagement gefreut hat.
Thomas Wiefel hat in mühevoller Kleinarbeit ein Video von der Veranstaltung produziert, das in 2 Teilen bei Youtube zu bestaunen ist. Und das ist Teil 1:
Teil 2 des Zusammenschnitts der Benefizveranstaltung zugunsten der Deutschen Krebshilfe e.V.:
Viel Spass beim Mitkämpfen,
Doc Ramadani
Dr. med. Marco Ramadani ist niedergelassener Arzt in eigener Privatpraxis für Hypnotherapie und Klinische Hypnose im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl.
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